Praxisstudie von Dr. Christian Torp

Gemäß der TCM (traditionell chinesische Medizin) liegt jeder Störung des Allgemeinbefindens und jeder Krankheit ein Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang, bzw. Qi-Blockaden zugrunde. So ist es bei der Widersetzlichkeit des Pferdes, bei Husten, in der Ruhe anlaufenden Beinen, Lahmheiten, Sommerekzem usw. und natürlich auch bei Headshakern.

Nach diesem Grundsatz untersuche und behandele ich meine Patienten und kann bestätigen, dass es kein Pferd mit dem Symptom Headshaking gibt, das nicht auch Störungen des Qi-Flusses zeigt. Diese Störungen lassen sich nach meiner Auffassung immer beheben. Somit dürfte ein Pferd ohne auffindbaren gestörten Qi – Fluss auch das Syndrom HS nicht mehr zeigen.

Um diesen Sachverhalt zu beweisen begann ich im Jahre 2004 mit einer Praxisstudie über das HS – Syndrom. Dieses Krankheitsbild eignet sich besonders für eine derartige Untersuchung, da es weltweit keine mir bekannten überzeugenden Berichte über Ursachen und erfolgreiche Therapieverfahren gibt.

Die TiHo – Hannover beschäftigt sich seit April 2007 intensiv mit diesem Syndrom. Auch hier ist die Lehrmeinung, dass es viele verschiedene auslösende Krankheitskomplexe gibt, die aber nicht die eigentliche Ursache des HS darstellen. Als Beispiele werden hier Erkrankungen der Zähne und der Nasennebenhöhlen, der Augen, der Ohren, des Genicks, sowie Allergien genannt. Als eigentliche Ursache des HS diskutiert man allerdings eine Trigeminusneuralgie. Um dies zu beweisen wirbt man hier um Patienten. Unklar bleibt, was therapeutisch geschehen soll bzw. kann, wenn denn diese Trigeminusneuralgie tatsächlich festgestellt werden würde. Weitere diskutierte Ursachen für das HS sind Infektionen mit Borna, Herpes oder Borrelien.

Sollte es also gelingen in meiner Studie eine Erfolgsquote zwischen 70 – 90 % zu erreichen, so wäre es ein weiterer schlagender Beweis für die Überlegenheit der Akupunktur gegenüber schulmedizinischen Verfahren im Bereich der chronischen Erkrankungen.


Studienmodalitäten & Ergebnisse

In die Studie aufgenommen wurden Pferde, die zusätzlich zum unwillkürlichen übertriebenen Kopfnicken einen typischen Juckreiz der Nase zeigten. Dieser äußert sich durch den ständigen Versuch die Nase zu reiben (am Boden, der Wand oder den Vorderbeinen) oder zu verstecken (z.B. im Schweif des vorausgehenden Pferdes).

In die Studie wurden sämtliche mir bekannten Headshaker der Jahre 2004 – 2007 aufgenommen. Zu Beginn der Studie waren es 92 Pferde. Mehr oder weniger aktiv nehmen momentan noch 48 Pferdebesitzer an der Studie teil. Die anderen Tiere sind ausgeschieden durch Desinteresse, Umzug, Verkauf oder Euthanasie.

Das Schwierigste an dieser Praxisstudie ist die Motivation und das Vertrauen der betroffenen Pferdebesitzer aufrechtzuerhalten. Ich investiere viel Zeit und Arbeit in diese Studie. Die Patientenbesitzer bitte ich um eine aktive Mitarbeit in Hinsicht auf Dokumentation und Unterrichtung über den Zustand des Pferdes.

Ergebnisse

Mittlerweile habe ich eine zweite Fragebogenaktion durchgeführt, um die Zwischenergebnisse auf einen aktuellen Stand zu bekommen.

Die Ergebnisse der 1. Zwischenauswertung stehen für Sie zum Download bereit.

HS-Zwischenergebnisse_einer_Praxisstudie.pdf Ergebnisse 1. Zwischenauswertung

Die Ergebnisse der 2. Zwischenauswertung sind in Arbeit.

Ziel dieser Studie ist eine Heilungsrate von mindestens 70% zu erreichen.


Headshaker-Uhr

Im Rahmen meiner Studie zur Therapie des Headshaking-Syndroms habe ich die „Headshaker-Uhr“ eingeführt. Sie wird monatlich aktualisiert und zeigt somit jeweils den aktuellen Zustand über die Heftigkeit des Headshakens bei den an der Studie teilnehmenden Pferden.

In der Kurve „monatliche Mittelwerte“ wird die durchschnittliche Bewertungszahl aller teilnehmenden Patienten erfasst. Die Zahl 5 ist dabei der Ausgangspunkt, die Zahl 1 bedeutet Symptomfreiheit. Sehr gut sind hier die jahreszeitlichen Schwankungen abzulesen. Aber auch der aktuelle Stand meiner Therapieergebnisse wird hierdurch schnell ersichtlich und nachvollziehbar.

monatliche Mittelwerte

Monatliche Mittelwerte im Jahresvergleich

Das Diagramm „Ergebnis“ zeigt die Ergebnisse im Einzelnen. Wie zu ersehen nehmen aktuell noch 46 Headshaker an der Studie teil (n=46), die Zahl dahinter in Klammern beziffert die Patienten, die mir in dem betreffenden Monat ihre Bewertungszahl geschickt haben. Der Mittelwert (MW), der in der obigen Grafik dargestellt ist beziffert die Summe der Bewertungen geteilt durch die Anzahl der abgegebenen Bewertungen. Die Heilquote (HQ) berechnet sich aus der Summe der teilnehmenden Pferde durch die Pferde mit der Bewertungszahl 1. Ziel der Studie ist es, diesen Wert auf konstant mindestens 70 % zu bekommen.

Ergebnis

Bei der Spalte leer (momentan 19 Tiere) fehlt leider wiederum eine Antwort. Die Bewertungsnote (1 = symptomlos; 2 = fast gut, Verbesserung von 76 – 99 %; 3 = Besserung von 50 – 75 %; 4 = Besserung um 1 – 50 %; 5 = unverändert; 6 = schlechter geworden) senden Sie bitte jeweils zum Monatsende an meine E-Mail-Adresse (christian@torp.de).

neue Teilnehmer

In die Studie können momentan keine neuen Teilnehmer aufgenommen werden, weil bei ständig wechselnder Teilnehmerzahl Auswertungen nur sehr schwer zu erstellen sind.